Pilgerreise nach Rom 2013

Alleinerziehende des Dekanats Regensburg vom 20.05. bis 25.05.2013

Im Halbjahresprogramm 2013 der Alleinerziehenden und Frauenseelsorge des Bistums Regensburg wurde eine Pilgerreise nach Rom angeboten. Die Plätze waren begrenzt und man musste sich schnell entscheiden und anmelden. Mitte Februar standen die teilnehmenden Ein-Eltern zum größten Teil fest. Einige waren bereits 2011 bei der Italienfahrt nach Lucca dabei und die Freude auf ein Wieder-sehen ist groß. Unser Busfahrer war unser „Fritz“ - Chef des Busunternehmens Dechant aus Steinsberg. Italien 2011 hat er uns chauffiert und wir haben ihn ins Herz geschlossen und freuten uns, dass er wieder dabei ist.
Gestartet wurde Pfingstmontag um 3.30 Uhr in Steinsberg. Die Fahrt ging weiter über Regensburg, Siegenburg und München. In Vaterstetten sind die letzten Teilnehmer eingestiegen. Die Gruppe war nun komplett.
Im Bus bekamen wir einen selbstzusammengestellten Reiseführer und einen Stadtplan von unseren zwei Reiseführern: Thomas „Tom“ Pinzer als geistliche Begleitung und Michaela „Micha“ Wein, Leite-rin der Stelle Alleinerziehende überreicht.
Wie geplant waren wir gegen 18.00 Uhr auf dem gebuchten Campingplatz in Rom etwas außerhalb des Zentrums. Kleine Cabinas mit 2/3 Betten inklusive einer Nasszelle mit Dusche und WC waren für fünf Tage unsere Quartiere und wurden schnell in Beschlag genommen. Die Anlage kurz erkundet und mit dem Abendessen endete der erste Reisetag.
Am nächsten Tag war um 8.30 Uhr Abfahrt zum Petersdom mit Besichtigung. In den Dom kam man nur nach einer strengen Kontrolle, wie am Flughafen. Der Dom war schon beeindruckend. Tom hielt dann noch eine Messe in der Kapelle im Campo Santo Teutonico, einem  begehrten Begräbnisplatz. Die Peterskuppel konnte an diesem Tag nicht besichtigt werden und Tom führte uns an der alten Stadtmauer auf die Piazza Gribaldii, von wo aus wir einen schönen Ausblick über Rom hatten. 17.30 Uhr Rückfahrt zum Campingplatz. Untertags hatten sich die Jugendlichen in kleinen Grüppchen je nach Altersstufe zusammengefunden und einige sprangen nach der Rückkehr in den Pool und die Älteren trafen sich abends in der Disco. Einige Mütter ließen den Abend auch in der Disco ausklingen und einige Mitstreiterinnen trafen sich regelmäßig vor den Cabinas zu abendlichen Konzerten von Tom und Fritz mit abwechslungsreicher Musik aus dem Dechant Bus.  Offizielle Nachtruhe war um 23.00 Uhr -  22.58 „Fritz mach die Musik aus wir werden sonst hier rausgeschmissen“ war eine mehrmalige Aufforderung unseres Pfarrers „Tom“. Er konnte aber nicht überzeugen.
Jeden Mittwoch findet auf dem Petersplatz die Papst Audienz statt. Aber für diesen Tag war Regen angesagt. Im Supermarkt wurden Regencapes entdeckt und der Run auf die Capes steckte jeden an. Es wurden noch schnell Capes in verschiedenen Variationen gekauft. Die angenehmen versproche-nen Temperaturen laut eines medienkompetenten Jugendlichen sind nicht eingetroffen. Es regnete und wurde von Tag zu Tag kälter.
Zur Papst Audienz wurde früh gestartet. Wir mussten durch eine Kontrolle. Kurz nach 10.00 Uhr fuhr der Papst mit seinem Papa-Mobil durch die vorgegebenen Reihen und begrüßte die Menschen. Die angemeldeten Gruppen wurden vorher vorgelassen und Jubel ging dann durch die Menschenmenge. 60 000  hatten sich auf dem Platz versammelt. Es wurde aus dem  Matthäus Evangelium in mehreren Sprachen vorgelesen. Der Papst gab danach seinen Segen.
Gegen 11.30 Uhr war die Audienz beendet und wir fuhren mit dem Bus nach Ostia Antica, einem Militär- und Handelshafen während des Aufstieg  Roms zur Weltmacht. Die hartgesottenen fuhren weiter zum Meer „Lido di Ostia“. Die Küste ist wegen der Tiberversandung noch 5km von Ostia Antica entfernt und der Badestrand  für die Römer. Von Rom zum Meer sind es 30 km und gut mit der Bahn zu erreichen. Es fing an zu regnen und wir holten nach 2 Stunden leicht durchgefrorene Badelustige ab und fuhren zurück zum Campingplatz. Der Pool war an diesem Abend nicht mehr im Gespräch.
Donnerstag begann der Tag etwas später. Um 9.00 Uhr war Abfahrt zum Stadtspaziergang unter Lei-tung unseres Domvikars „Tom“. Vom Colloseum , Engelsburg, Piazza Navonna, Pantheon, Spanische Treppe, Fontana di Trevi, Piazza Venezia bis zum Piazza Populus von Süden nach Norden wurden wir in der Innenstadt durch zum Teil verwinkelte Gassen gelotst. Der Fahrstil der Römer ist einzigartig. Hupen gehört immer zu dem rasanten Fahrstil, sei es nun im Auto oder mit dem Roller. Tom hat uns auf der Rückfahrt sehr gelobt. Alle - Groß wie Klein - sind fleißig marschiert ohne Murren.
An unserem letzten Tag besichtigten wir die Laterankirche und Fritz warnte uns noch vor den Bett-lern: „Passt auf, die wollen nur euer Geld. Worauf eine Jugendliche antwortete: „Ich dachte die wol-len nur Aufmerksamkeit“. Fritz hatte mit uns noch eine kleine Stadtrundfahrt gemacht. Anschließend  Besichtigung der Calixtus-Katakomben mit Führung. Die Katakomben sind die älteste offizielle Be-gräbnisstätte der Christen in Rom. Man schätzt, dass sich in den Katakomben ca. 170 000 Gräber befinden. Keinesfalls darf man alleine in die Katakomben hinabsteigen, denn die Gefahr, sich in die-sem endlosen Gewirr von unterirdischen Gängen zu verlaufen, ist sehr groß. Zum Abschluss haben wir in den Katakomben eine Messfeier gehalten. Das war sehr schön und hat uns alle berührt. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Einige gingen auf Shopping Tour und andere in das ruhige Viertel Trastervere (ehemalige Hurenviertel). Verwinkelte Gassen, in denen sich kleine Bistros mit erschwinglichen Preisen befanden.
An diesem Abend wurde uns ein mehrgängiges Essen zum Abschied serviert. BOMBastisch.
Samstag 7.10  Abfahrt nach Deutschland. Fast pünktlich wurde gestartet. Rückfahrt von Rom ging über Bologna und den Brenner nach Regensburg. Schneetreiben bei 6 Grad am Brenner und ständi-ger Regen auf dieser Fahrt. Beim letzten Stopp haben wir uns noch bei Tom, Fritz und Micha bedankt und kleine Geschenke überreicht. Ankunft in Regensburg 20.00 Uhr. Alle haben sich schnell verab-schiedet. Fußball war noch angesagt.
Alles in allem war diese Reise wieder mal eine Bereicherung, sowohl für die Mütter als auch für die Jugendlichen. So viele unterschiedliche Charaktere haben harmonisch einige Tage zusammen ver-bracht. Alte Bekanntschaften wurden vertieft und neue geschlossen. Ein Dankeschön an alle, die uns diese Reise ermöglicht haben.

A R R I V E D E R C I - bis zum nächsten Mal.
Renate Krause

 

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